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	<title>Kommentare zu: Eilmeldung: Bundesländer wollen Künstlersozialversicherung abschaffen</title>
	<link>http://www.singvoegel.com/index.php/eilmeldung-bundeslander-wollen-kunstlersozialversicherung-abschaffen/</link>
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	<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 08:04:47 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: Werkzeug</title>
		<link>http://www.singvoegel.com/index.php/eilmeldung-bundeslander-wollen-kunstlersozialversicherung-abschaffen/#comment-5339</link>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 09:55:56 +0000</pubDate>
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					<description>ja in zeiten der krise müssen wohl alle sparen....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ja in zeiten der krise müssen wohl alle sparen&#8230;.
</p>
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		<title>Von: MartinM</title>
		<link>http://www.singvoegel.com/index.php/eilmeldung-bundeslander-wollen-kunstlersozialversicherung-abschaffen/#comment-4050</link>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2008 20:29:54 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.singvoegel.com/index.php/eilmeldung-bundeslander-wollen-kunstlersozialversicherung-abschaffen/#comment-4050</guid>
					<description>Ich habe mich oft genug mit liberalen Bloggern über dieses Thema unterhalten (weil es ja auch bei B.L.O.G., wo ich einige Monate mitgebloggt habe, ein Thema war), um die dahinter stehende Weltanschauung zu kennen. 
Ein Künstler ist ein Dienstleister - wie ein Pizzabäcker oder ein Klempner. Aus der Sicht eines Unternehmers (und Wirtschaftsliberale sehen alles aus der Sicht eines Unternehmers) ist es nicht einzusehen, wieso ein Kunstdienstleister anders behandelt werden soll, als jeden beliebigen Handwerker. Nun sind selbstständige Handwerker meistens in der Lage, sich selbst privat zu versichern, während es bei Künstlern dazu schlicht nicht reicht. An diesem Punkt setzt die Ideologie ein und meine Verständnis für die Wirtschaftsliberalen aus: Selbstständige Kleinunternehmer, die Produkte anbieten, die sie nicht in dem Maße und den Preise verkaufen können, dass sie davon anständig leben und sich versichern können, sollten ihre Selbständigkeit besser an den Nagel hängen und sich einen Job im Büro oder in der Fabrik suchen.
Dieses betriebswirtschaftliche Denken findet man nicht nur in liberalen Kreisen, sondern auch bei den Anhängern anderer politischer Richtungen. Manchmal noch unangehmer, denn nicht-liberale neigen zumindest in Deutschland dazu, bürokratieverliebt zu sein und wenig Verständnis für Individualisten zu haben - und vor allem mehr zu heucheln, als knallharte "Neoliberale". (Die Agenda-SPD sehe ich als Wirtschaftsliberale, die anderen und sich vormachen, sie seien Sozialdemokraten - allein die Vorliebe für "Regelungsbedarf" ist bei ihnen noch echt "sozi".) Ich habe manchmal den häßlichen Verdacht, dass Künstler, die nicht direkt von finanzstarken Unternehmen abhängig sind (wie Musiker mit Sony-BMG-Vertrag) oder wenigsten durch Staatsaufträge gebunden sind, als Gefahrenpotenzial gesehen werden.


"Ander Länder" - nun, hängt davon ab: die USA werden ja ausdrücklich aus Vorbild genannt, ebenso Großbritannien. Irland ist mit seiner Schriftstellerförderung, die Kulturschaffenden praktisch Steuerfreiheit gewährt, meines Wissens eher die Ausnahme. (Die Schriftstellenförderung 
ist die einzige Kulturförderung, über die ich Näheres weiß - weil ein mir persönlich bekannter Schriftsteller nach Irland ausgewandert ist. Leider wäre ich nicht in der Lage, gute Romane auf englisch zu verzapfen - ich kann's nicht mal auf Deutsch - so dass das nicht für mich infrage käme. Es ist aber kein Zufall, dass so viele aus den USA oder Großbritannien stammende Schriftsteller heute in Irland leben und arbeiten.)

&lt;blockquote&gt;Sollen wir auf Wegelagerer umsatteln oder was?&lt;/blockquote&gt; 
Nö, es mal mit "ehrlicher Arbeit" versuchen. Das war der Standardsspruch, den mein Vater meinen Bruder immer vorhielt, wenn er mit seiner Musiker-Karriere (oder seinem Job als Tontechniker) Probleme hatte. So lange, bis mein Bruder den Kontakt mit ihm abbrach, und zwar so weit, dass er nicht mal zu Weihnachten "nach hause" kam. (Kann mein Vater ruhig lesen, wenn er dieses Blog finden sollte.)
Das ist ein Aspekt, der zu den oben genannten wirtschaftlichen Aspekten und der Angst der Entscheider vor der freien Kunst hinzu kommt ... denn Denkstrukturen wie bei meiner Vater sind sehr weit verbreitet. (Sie beruhen eher auf Sicherheitsdenken - freier Künstler sein ist gefährlich, und wer in der Gefahr umkommt, hat es ja so gewollt - als auf Kulturferne.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich oft genug mit liberalen Bloggern über dieses Thema unterhalten (weil es ja auch bei B.L.O.G., wo ich einige Monate mitgebloggt habe, ein Thema war), um die dahinter stehende Weltanschauung zu kennen.<br />
Ein Künstler ist ein Dienstleister - wie ein Pizzabäcker oder ein Klempner. Aus der Sicht eines Unternehmers (und Wirtschaftsliberale sehen alles aus der Sicht eines Unternehmers) ist es nicht einzusehen, wieso ein Kunstdienstleister anders behandelt werden soll, als jeden beliebigen Handwerker. Nun sind selbstständige Handwerker meistens in der Lage, sich selbst privat zu versichern, während es bei Künstlern dazu schlicht nicht reicht. An diesem Punkt setzt die Ideologie ein und meine Verständnis für die Wirtschaftsliberalen aus: Selbstständige Kleinunternehmer, die Produkte anbieten, die sie nicht in dem Maße und den Preise verkaufen können, dass sie davon anständig leben und sich versichern können, sollten ihre Selbständigkeit besser an den Nagel hängen und sich einen Job im Büro oder in der Fabrik suchen.<br />
Dieses betriebswirtschaftliche Denken findet man nicht nur in liberalen Kreisen, sondern auch bei den Anhängern anderer politischer Richtungen. Manchmal noch unangehmer, denn nicht-liberale neigen zumindest in Deutschland dazu, bürokratieverliebt zu sein und wenig Verständnis für Individualisten zu haben - und vor allem mehr zu heucheln, als knallharte &#8220;Neoliberale&#8221;. (Die Agenda-SPD sehe ich als Wirtschaftsliberale, die anderen und sich vormachen, sie seien Sozialdemokraten - allein die Vorliebe für &#8220;Regelungsbedarf&#8221; ist bei ihnen noch echt &#8220;sozi&#8221;.) Ich habe manchmal den häßlichen Verdacht, dass Künstler, die nicht direkt von finanzstarken Unternehmen abhängig sind (wie Musiker mit Sony-BMG-Vertrag) oder wenigsten durch Staatsaufträge gebunden sind, als Gefahrenpotenzial gesehen werden.</p>
<p>&#8220;Ander Länder&#8221; - nun, hängt davon ab: die USA werden ja ausdrücklich aus Vorbild genannt, ebenso Großbritannien. Irland ist mit seiner Schriftstellerförderung, die Kulturschaffenden praktisch Steuerfreiheit gewährt, meines Wissens eher die Ausnahme. (Die Schriftstellenförderung<br />
ist die einzige Kulturförderung, über die ich Näheres weiß - weil ein mir persönlich bekannter Schriftsteller nach Irland ausgewandert ist. Leider wäre ich nicht in der Lage, gute Romane auf englisch zu verzapfen - ich kann&#8217;s nicht mal auf Deutsch - so dass das nicht für mich infrage käme. Es ist aber kein Zufall, dass so viele aus den USA oder Großbritannien stammende Schriftsteller heute in Irland leben und arbeiten.)</p>
<blockquote><p>Sollen wir auf Wegelagerer umsatteln oder was?</p></blockquote>
<p>Nö, es mal mit &#8220;ehrlicher Arbeit&#8221; versuchen. Das war der Standardsspruch, den mein Vater meinen Bruder immer vorhielt, wenn er mit seiner Musiker-Karriere (oder seinem Job als Tontechniker) Probleme hatte. So lange, bis mein Bruder den Kontakt mit ihm abbrach, und zwar so weit, dass er nicht mal zu Weihnachten &#8220;nach hause&#8221; kam. (Kann mein Vater ruhig lesen, wenn er dieses Blog finden sollte.)<br />
Das ist ein Aspekt, der zu den oben genannten wirtschaftlichen Aspekten und der Angst der Entscheider vor der freien Kunst hinzu kommt &#8230; denn Denkstrukturen wie bei meiner Vater sind sehr weit verbreitet. (Sie beruhen eher auf Sicherheitsdenken - freier Künstler sein ist gefährlich, und wer in der Gefahr umkommt, hat es ja so gewollt - als auf Kulturferne.)
</p>
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		<title>Von: Duke</title>
		<link>http://www.singvoegel.com/index.php/eilmeldung-bundeslander-wollen-kunstlersozialversicherung-abschaffen/#comment-4049</link>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 22:42:42 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.singvoegel.com/index.php/eilmeldung-bundeslander-wollen-kunstlersozialversicherung-abschaffen/#comment-4049</guid>
					<description>Boah! Die hamse ja wohl nich´ alle?

Auf den bisherigen Konditionen der KSK gründet meine bürgerliche Existenz...

Sollen wir auf Wegelagerer umsatteln oder was?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Boah! Die hamse ja wohl nich´ alle?</p>
<p>Auf den bisherigen Konditionen der KSK gründet meine bürgerliche Existenz&#8230;</p>
<p>Sollen wir auf Wegelagerer umsatteln oder was?
</p>
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