Schlaflos zerbrach ich mir den Kopf über die Lage der Nation, der Welt und meiner selbst. Auf einmal merkte ich, daß ich nicht mehr alleine war: neben mir stand der Geist von Heinrich Heine. Im Schlepptau hatte er den leicht verwirrten Schatten Friedrich Nietzsches und einen reichlich verschlafenen Johann Wolfgang von Goethe. Die drei versammelten sich um mein Bett und begannen, mir in’s Ohr zu flüstern. Ich muß wohl eingeschlafen sein, aber am nächsten morgen standen die folgenden Worte in meinem Notizbuch: …weiterlesen »
Meine Großmutter war eine sehr weise Frau. Sie sagte immer: “Man wird alt wie ‘ne Kuh und lernt immer noch dazu” - und sie lebte danach. Hatte ihre Standpunkte, blieb aber trotzdem neugierig, offen für das Leben und die Menschen, die ihr begegneten.
Leider mußte sie sehr früh die Schule verlassen, gegen ihren Willen - sie hätte gerne weitergelernt. Sie hat sich entschieden, das trotzdem zu tun. Ihr Leben lang. …weiterlesen »
Irgendwas scheint dran zu sein an dem ausgelutschen Spruch über die Zitronen, die einem das Leben reicht und die Limonade, die man draus machen könne. Dies schrieb ich auf dem Sofa, völlig platt vom Kortison, und nahm es ohne Kopfhörer und mit zugestöpseltem Ohr auf.
Aber den korrekten Plural von “Tinnitus” weiß ich immer noch nicht. …weiterlesen »
Mich ereilte ein Hörsturz. Ich dachte, das war’s dann wohl mit FAWM… Aber Lieder haben ihren eigenen Willen - als der Titel “Inner Sanctum” (inneres Heiligtum) für ein “song skirmish” (= alle, die mitmachen, schreiben ein Lied innerhalb einer Stunde) bekanntgegeben wurde, schrieb sich der folgende Text wie von allein. …weiterlesen »
Es ist mir ein besonderes Vergnügen - was sag ich: eine Pflicht! - hier ein Geheimnis aufzudecken. Tief im Herzen ist jede und jeder Asatrú ein leidenschaftlicher HipHopper. Es wurden bisher nur einfach nicht die richtigen Themen …weiterlesen »
Des Hammers Heimrappung Teil Zwei! Der Originaltext des mittelalterlichen Schwankes malt - in der genüsslichen Beschreibung, wie der darüber eher missmutige Thor zur Tarnung in Frauengewänder gesteckt wird - natürlich ein entsprechend hochmittelalterliches …weiterlesen »
Die Engländer haben Fledermäuse im Glockenturm, wir Deutschen haben Vögel. Ich bin da natürlich keine Ausnahme. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mit meinem Mitbewohner zurechtgekommen bin, aber jetzt verstehen wir uns ganz hervorragend. …weiterlesen »
Die alten Griechen verehrten die Göttin Mnemosyne (Erinnerung). Ich finde es sehr stimmig, daß sie die Mutter der neun Musen ist.
Und stelle mir gerne vor, daß sie alle Erinnerungen bewahrt, die auf Erden gemacht wurden, von sämtlichen Lebewesen, die jemals existierten. Vielleicht fermentiert sie sie zum Grundstoff der Kreativität, zur Essenz von Neuem.
Manchmal jedoch geht etwas entsetzlich schief und jemandem werden die Erinnerungen allmählich genommen, noch bevor er oder sie auf die andere Seite hinübergegangen ist. …weiterlesen »
Hmtja. Ich geb’s ja zu: Selbst wenn man’s als “Trash” kategorisiert, ist eine Rockhymne ohne Schlagzeug eine Zumutung. Die Einspielung ist schlampig: Es musste mal wieder urschnell gehen (das Komponieren hatte die wenige verfügbare Zeit fast völlig verschlungen). Die exorbitante …weiterlesen »