{"id":132,"date":"2007-04-26T08:17:10","date_gmt":"2007-04-26T07:17:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/songtalk-1-der-kreative-prozess\/"},"modified":"2007-04-26T08:17:10","modified_gmt":"2007-04-26T07:17:10","slug":"songtalk-1-der-kreative-prozess","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/songtalk-1-der-kreative-prozess\/","title":{"rendered":"SongTalk #1: Der kreative Prozess"},"content":{"rendered":"<p><i>26. April, um 9:00 Uhr<\/i><\/p>\n<p>Das hier habe ich in meinem Weblog schon ver\u00f6ffentlicht, aber hier pa\u00dft es auch hin, deshalb copy\/paste ich&#8217;s mal her:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;A <i>song<\/i> ist a magical marriage between a <i>lyric<\/i> and a <i>melody<\/i>. It is not a <i>poem<\/i>. It is not <i>music<\/i>. It is in this gray area of synthesis between language, rhythm and sound that some of the most acute of all sensors of human emotion lie.&#8220;<\/p>\n<p>(Jimmy Webb: &#8222;Tunesmith&#8220;)\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Obiges Buch lese ich gerade mit gro\u00dfem Genu\u00df. Zwar sind Kontext und Sprache amerikanisch, aber einige Grunds\u00e4tzlichkeiten lassen sich \u00fcbertragen. <\/p>\n<p>Ich habe in den letzten Wochen einiges geschrieben und komponiert und trotzdem kann ich den kreativen Prozess des Liederschreibens kaum erkl\u00e4ren. Er vereint h\u00f6chste Konzentration mit freiester schwebender Aufmerksamkeit. Oft beginnt alles mit einer Zeile und ich habe keine Ahnung, wohin es f\u00fchrt. Gef\u00e4hrlich w\u00e4re es dann, sich zu verrennen oder zu verplanen. Ebenso gef\u00e4hrlich, sich von jedem Einfall verleiten zu lassen, ihm nachzugehen und dabei das Ganze aus den Augen zu verlieren. Es gilt, gleichzeitig den \u00dcberblick zu behalten und dem Verlauf zu folgen &#8211; eine seltsam gespaltene und gleichzeitig umfassende Wahrnehmung, so als verf\u00fcgte ich \u00fcber die rundumschauenden Facettenaugen eines Insekts und parallel dazu \u00fcber den enggef\u00fchrten, aber detailgenauen Blick durch ein Mikroskop.<\/p>\n<p>Wenn die Konzentration nachl\u00e4\u00dft, habe ich zu ersp\u00fcren, ob ich sie neu fokussieren und mich wieder sammeln mu\u00df (was oft richtig anstrengend ist), oder ob ich mich festgefahren habe und tats\u00e4chlich eine Pause brauche. Aber wenn der Punkt der Zerstreuung \u00fcberwunden ist, setzt oft ein fast tranceartiger Zustand ein. Auf Ablenkungen von au\u00dfen reagiere ich dann eigenartigerweise nicht etwa unwirsch, sondern wische sie mit einer freundlich-abwesenden Gelassenheit vom Tisch und verschaffe mir wieder Ungest\u00f6rtheit.<\/p>\n<p>Wobei diese durchaus relativ ist: ich warte nicht, bis mich die Muse k\u00fc\u00dft. Liedermachen ist auch ein Handwerk, und ich brauche dazu weder einen festgelegten Arbeitsplatz noch eine bestimmte Menge Zeit. Manches geht schnell, anderes braucht l\u00e4nger. Wichtig ist, einfach anzufangen.<\/p>\n<p>Ich bin immer wieder erstaunt dar\u00fcber, da\u00df ein Lied, einmal vollendet, sofort ein Eigenleben gewinnt, eine Art Pers\u00f6nlichkeit entwickelt, in mir selbst Gef\u00fchle ausl\u00f6st, die mir beim Schreiben v\u00f6llig unbewu\u00dft waren. <\/p>\n<p>&#8222;Lieder sind viel mehr als Lieder sind&#8220;. Als ich das damals schrieb, wu\u00dfte ich noch nicht wirklich, wie wahr das ist. Jetzt beginne ich es zu ahnen&#8230;<\/p>\n<p>Zum Posting im Karan-Weblog gab es auch schon Kommentare: <a href=\"http:\/\/karan.twoday.net\/stories\/3654713\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>26. 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