{"id":269,"date":"2010-01-26T15:44:27","date_gmt":"2010-01-26T14:44:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wunschzettel\/"},"modified":"2013-09-28T14:16:40","modified_gmt":"2013-09-28T13:16:40","slug":"wunschzettel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wunschzettel\/","title":{"rendered":"Wunschzettel"},"content":{"rendered":"<p><em>26. Januar 2010, 15:40 Uhr<\/em><\/p>\n<p>Es ist eine scheinbar unendliche Geschichte: Querelen mit der GEMA. Wir selber sind ja keine Mitglieder. Aber <a href=\"http:\/\/www.troubadoura.de\/index.php\/ungemach\/\" target=\"_blank\">Barbara Clear<\/a> hat letzte Woche ihren Berufungsproze\u00df verloren. <a href=\"http:\/\/www.troubadoura.de\/index.php\/gema-verklagt-bochum-total\/\" target=\"_blank\">Marcus Gloria<\/a> aus Bochum prozessiert nicht erst seit letztem Sommer, sondern <a href=\"http:\/\/www.bochumtotal.de\/index.php?cmd=doAction&#038;module_id=10005&#038;module_cmd=detail&#038;news_id=32&#038;location_id=19&#038;company_id=0&#038;branch_id=&#038;module_page=p\" target=\"_blank\">bereits seit Jahren<\/a> erfolgreich gegen undurchsichtige und unangemessene Forderungen, und <a href=\"http:\/\/kult-werk.de\/GEMA\/GEMA.html\" target=\"_blank\">Monika Bestle<\/a> aus Sonthofen<\/a> hat nicht nur die GEMA-Petition angesto\u00dfen (die sich immer noch &#8222;in parlamentarischer Pr\u00fcfung&#8220; befindet), sondern auch eine <a href=\"http:\/\/kult-werk.de\/IKID\/VorstellungSatzung.htm\" target=\"_blank\">Interessengemeinschaft<\/a> f\u00fcr Veranstalter, K\u00fcnstler, Zuh\u00f6rer und Interessierte gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Warum, so fragen sich manche, interessieren wir Singv\u00f8gel uns eigentlich so sehr f\u00fcr das Thema GEMA, wo wir doch selbst gar nicht davon betroffen sind?<\/p>\n<p>Sind wir doch.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen uns n\u00e4mlich durchaus eine kompetente Verwertungsgesellschaft.<\/p>\n<p>Eine solche ist im Idealfall ja dazu da, uns K\u00fcnstlern Arbeiten abzunehmen, die wir selber gar nicht bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen, denn der Tag hat nun mal nur 24 Stunden. Die Wahrnehmung der Rechte von Urhebern ist in manchen Bereichen gar nicht so einfach; da w\u00e4re es sehr sinnvoll, wenn es einen Ort g\u00e4be, an dem alle Informationsquellen zusammenlaufen und an dem Menschen sitzen, die sachkundig mit diesen Informationen umgehen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Nun ist es aber leider so, da\u00df der Verein GEMA nach dem Motto &#8222;ganz oder gar nicht&#8220; agiert. Wenn wir den Vertragswust richtig verstehen sieht das n\u00e4mlich so aus:<br \/>\nEntweder werden wir Mitglieder, \u00fcberlassen dann dem Verein die Verwertung unserer Rechte total und umfassend, nicht nur f\u00fcr alle bereits geschriebenen sondern auch f\u00fcr noch zu schreibende Werke. Die Mitgliedschaft sieht n\u00e4mlich vor, da\u00df s\u00e4mtliche gegenw\u00e4rtigen und k\u00fcnftigen Rechte des Urhebers auf mindestens sechs Jahre an die GEMA \u00fcbertragen werden. Der Vertrag verl\u00e4ngert sich automatisch um den gleichen Zeitraum, falls er nicht ein Jahr vor Ablauf gek\u00fcndigt wird.<\/p>\n<p>Oder aber wir verzichten auf die Mitgliedschaft, dann stehen wir aber allein da und haben schon vom Verwaltungsaufwand her gar nicht die M\u00f6glichkeit, unsere Rechte umfassend und ad\u00e4quat geltend zu machen. <\/p>\n<p>Beides wollen wir nicht. Wir w\u00fcnschen uns einen individuellen und vor allem werkbezogenen Umgang mit unseren Songs.<\/p>\n<ul>\n<li>Manches wollen wir gerne unter <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Creative_Commons\" target=\"_blank\">CC-Lizenz<\/a> stellen. Bei anderen Sachen m\u00f6chten wir uns (zumindest eine Zeitlang) das regul\u00e4re Copyright vorbehalten.<br \/>\n(Man erz\u00e4hle mir bitte nicht, das w\u00e4re ein zu gro\u00dfer Verwaltungsaufwand. Vor 20 Jahren h\u00e4tte das vielleicht sogar gestimmt. Aber im Online-Zeitalter, wo sich gigantische Datenbanken problemlos f\u00fcllen und verwalten und Sortierungen per Mausklick erstellen lassen, ist es tats\u00e4chlich machbar.)<br \/>\n&nbsp;<\/li>\n<li>Im Live-Sektor m\u00f6chten wir uns gerne mit den jeweiligen Veranstaltern selbst dar\u00fcber einigen, wie wir die Rechtewahrnehmung handhaben. Das w\u00e4re z. B. ein Bereich, wo eine Verwertungsgesellschaft von uns unter Umst\u00e4nden gar nicht oder nur in Sonderf\u00e4llen ben\u00f6tigt w\u00fcrde.<br \/>\n&nbsp;<\/li>\n<li>Beim Thema Radio und Fernsehen hingegen sieht das ganz anders aus, besonders weil die Branche aufgrund der Digitalisierung und der immer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Sendern immer un\u00fcbersichtlicher wird. Hier h\u00e4tte die GEMA (oder eine Alternativgr\u00fcndung) einen echten Kompetenzbereich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit dem Schreiben eines Wunschzettels ist es nat\u00fcrlich nicht getan, darum hat Karan heute die Beitrittserkl\u00e4rung zur oben verlinkten IKID ausgef\u00fcllt. Au\u00dferdem sind wir dabei, uns weiterhin zu vernetzen. <\/p>\n<p>Alte, auch verh\u00e4rtete oder ungerechte Zust\u00e4nde lassen sich erhalten, wenn diejenigen, die von ihnen profitieren, zahlreich sind und z\u00e4h an ihnen festklammern.<br \/>\nIm Umkehrschlu\u00df l\u00e4\u00dft sich aber feststellen, da\u00df neue Entwicklungen dann erfolgreich sind, wenn sich die Betroffenen zusammentun und gemeinsam nach gangbaren Wegen suchen. Dabei m\u00f6gen die einen ihre organisatorischen F\u00e4higkeiten zum Einsatz bringen, die anderen juristische Kenntnisse beisteuern, wieder andere Netzwerke kn\u00fcpfen und manche einfach &#8222;nur&#8220; (in dicken Anf\u00fchrungszeichen) ihr kleines oder gr\u00f6\u00dferes Scherflein zum Gelingen der Sache stiften. Entscheidend ist, da\u00df etwas passiert und da\u00df der Wille zum Handeln schlie\u00dflich st\u00e4rker ist als Resignation oder Apathie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>26. Januar 2010, 15:40 Uhr Es ist eine scheinbar unendliche Geschichte: Querelen mit der GEMA. Wir selber sind ja keine Mitglieder. Aber Barbara Clear hat letzte Woche ihren Berufungsproze\u00df verloren. 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