{"id":431,"date":"2012-02-25T13:01:30","date_gmt":"2012-02-25T12:01:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/was-ist-eigentlich-der-february-album-writing-month\/"},"modified":"2016-01-31T17:13:18","modified_gmt":"2016-01-31T16:13:18","slug":"was-ist-eigentlich-der-february-album-writing-month","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/was-ist-eigentlich-der-february-album-writing-month\/","title":{"rendered":"Was ist eigentlich der &#8222;February Album Writing Month&#8220;?"},"content":{"rendered":"<p>Diese Frage wurde mir (Karan) in den letzten Tagen immer wieder gestellt, also sollte ich das wohl einfach mal aufschreiben:<\/p>\n<p>Ins Leben gerufen wurde <a href=\"http:\/\/fawm.org\" target=\"_blank\">FAWM<\/a> im Jahr 2004 von Burr Settles und einigen ebenso verr\u00fcckten Songwritern aus Amerika. Die haben sich gedacht, da\u00df der Februar grau und \u00f6de genug ist und man ihn sich gut vers\u00fc\u00dfen kann, indem man ein komplettes Album (14 Lieder in 28 Tagen) schreibt. Nachdem sich herausstellte, da\u00df dies sowohl m\u00f6glich ist als auch einen Riesenspa\u00df macht, wuchs die Anzahl der Teilnehmer \u00fcber die folgenden Jahre hin rapide.<\/p>\n<p>Das Tolle an der Sache ist, da\u00df sich \u00fcber das Projekt Kontakte in der ganzen Welt ergeben, und da\u00df man mit Leuten &#8222;zusammenkommt&#8220;, denen man sonst nie begegnet w\u00e4re. Das Spektrum der Liederschreibsler reicht von v\u00f6lligen Anf\u00e4ngern \u00fcber ambitionierte Hobbymusiker bis zu Profis. Eins haben sie gemeinsam: unb\u00e4ndigen Spa\u00df an der Sache. Die Kommunikationskultur auf der FAWM-Webseite ist sehr angenehm; es geht darum, einander zu ermutigen, Gelungenes zu loben &#8211; und nicht herumzukritikastern. (Die eigenen Schw\u00e4chen kennt man doch eh nur zu gut!). <\/p>\n<p>Der innere Kritiker wird jedenfalls den Februar \u00fcber in den Keller gesperrt. Und die Ergebnisse lassen zweifeln, ob man ihn je wieder herauslassen sollte.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist FAWM wie ein gigantischer, weltweiter &#8222;Monat der offenen Werkstatt&#8220;, in denen ich anderen Songwritern direkt bei ihrer Arbeit \u00fcber die Schultern schauen kann und ihnen das ebenso erlaube. Das erfordert nat\u00fcrlich auch eine ganze Menge Mut; immerhin gibt man Unfertiges und Skizzenhaftes zum Anh\u00f6ren frei. <\/p>\n<p>Das Interessante dabei ist, da\u00df ich Ideen weiter verfolge, die ich unter normalen Umst\u00e4nden beim ersten Hemmnis gleich wieder in die Tonne getreten h\u00e4tte. Manchmal kommt nicht viel dabei raus. Aber manchmal eben doch. Der Mut zum Spontanen ist etwas, das in der &#8222;normalen&#8220; Songschreiberei oft verlorengeht, da verliere ich mich h\u00e4ufig zu sehr im Detail.<\/p>\n<p>Nicht alle Lieder, die in dieser Zeit entstehen, nutze ich sp\u00e4ter weiter, aber einiges hat es tats\u00e4chlich in unser Repertoire geschafft. Und den Nachbearbeitungen und den Arrangements von Sven merkt man an, da\u00df da dann nat\u00fcrlich noch ein gro\u00dfer weiterer Aufwand darinsteckt.<\/p>\n<p>Liederschreiben geht wirklich nicht immer so schnell; wer das aus FAWM ableitet, bekommt eine ziemlich falsche Vorstellung von dem ganzen Proze\u00df. Aber es KANN schnell gehen. Es ist wie mit den meisten anderen Dingen auch: an einigen Sachen sitzt man wochenlang, andere ergeben sich in k\u00fcrzester Zeit. Beiden merkt man die Dauer des Entstehungsprozesses nicht unbedingt an.<\/p>\n<p>Manche FAWMer stellen \u00fcbrigens tats\u00e4chlich vollendete Produktionen online; das sind aber Technik-Experten, was ich einfach nicht bin; und au\u00dferdem hei\u00dft es ja &#8222;February Album Writing Month&#8220;, nicht &#8222;February Album Recording Month&#8220;. \ud83d\ude09 Also mache ich Skizzen, die ich mit einfachsten Mitteln aufnehme.<\/p>\n<p>Dieses Jahr habe ich leider noch gar nicht mit anderen zusammengearbeitet; das ist n\u00e4mlich auch eine feine Sache und ich hoffe, da\u00df sich da noch etwas ergibt, denn immerhin ist der Februar ja noch nicht vorbei.<\/p>\n<p>Mittlerweile mache ich diesen Wahnsinn \u00fcbrigens zum vierten Mal mit. Ich kann mich noch gut an FAWM Nummer eins im Jahr 2009 erinnern; der Grundgedanke damals war: &#8222;Geht das \u00fcberhaupt?&#8220;. Im Jahr danach hatte ich wahnsinnig viel Spa\u00df, weil ich ja schon wu\u00dfte, da\u00df es geht, und au\u00dferdem hatte ich damals ziemlich viel Zeit zum Zusammenarbeiten mit anderen und f\u00fcr lustige Scherze zwischendrin. Im letzten Jahr ereilte mich mittendrin ein H\u00f6rsturz &#8211; ich wei\u00df nicht, wie ich die Sache dann doch noch geschafft habe, aber so war es. Und dieses Jahr ist bei mir gepr\u00e4gt von sehr konzentriertem Arbeiten.<br \/>\nDuke und Sven sind beide seit 2010 dabei. Vielleicht schreiben sie ja auch noch was dazu. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Die FAWM-Seite ist nicht das ganze Jahr online, aber derzeit findet man unsere Profile hier:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/fawm.org\/fawmers\/dukemeyer\" target=\"_blank\">Duke<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/fawm.org\/fawmers\/sentense\" target=\"_blank\">Sven<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/fawm.org\/fawmers\/karan\" target=\"_blank\">Karan<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Frage wurde mir (Karan) in den letzten Tagen immer wieder gestellt, also sollte ich das wohl einfach mal aufschreiben: Ins Leben gerufen wurde FAWM im Jahr 2004 von Burr Settles und einigen ebenso verr\u00fcckten Songwritern aus Amerika. 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