{"id":490,"date":"2013-06-25T21:13:01","date_gmt":"2013-06-25T20:13:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/umsonst-ist-nicht-kostenlos\/"},"modified":"2014-03-10T10:25:07","modified_gmt":"2014-03-10T09:25:07","slug":"umsonst-ist-nicht-kostenlos","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/umsonst-ist-nicht-kostenlos\/","title":{"rendered":"Umsonst ist nicht kostenlos"},"content":{"rendered":"<p><em>Dienstag, 25. Juni 2013<\/em><\/p>\n<p>Heute will ich mal aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen plaudern. Wenige Musiker oder Bands erz\u00e4hlen etwas \u00fcber ihre Probleme, das ist unsexy, das zerst\u00f6rt das Image von &#8222;Erfolg&#8220; oder Glamour, das will auch selten jemand h\u00f6ren, das ist Gejammer, das gern mit &#8222;Wenn euch die Bedingungen nicht passen macht halt was anderes&#8220; abgetan wird, das ist unbequem. Wahrscheinlich deshalb reden viele K\u00fcnstler oder Bands selten von ihren Problemen und den Bedingungen, unter denen sie leiden, obwohl sie sich hier und da durchaus auch mal beschweren.<\/p>\n<p>Wenn sie es denn doch mal tun, dann aber leider oft so pauschal und falsch adressiert, bis hin zu v\u00f6llig \u00fcberzogenen Publikumsbeschimpfungen, was wiederum nur zwei Dinge zeigt: einmal, dass sie offenbar ihre eigenen Probleme nicht verstanden haben und zum zweiten (was sich auch irgendwie aus dem ersten ergibt), dass sie nicht begriffen haben, wer ihre Verb\u00fcndeten sind: ihr, die Menschen, die ihre Musik h\u00f6ren und lieben. Ich kann ja nicht erwarten, dass Menschen verstehen, warum selbst vermeintlich &#8222;erfolgreiche&#8220; K\u00fcnstler einen gro\u00dfen Frust haben, wenn sie merken, dass ihre Arbeit zwar gern genommen wird aber ungern mit Gegenwert versehen wird, wenn ich ihnen nicht erz\u00e4hle, was da wirklich dahinter steht.<\/p>\n<p>Auf beleidigtes Anpampen wird dann, zu Recht, mit Unverst\u00e4ndnis und Ablehnung reagiert. Ich kann doch nicht von Menschen erwarten, dass sie meine Arbeit wertsch\u00e4tzen, die ich offenbar selbst so wenig wertsch\u00e4tze, wenn ich sie nur beschimpfe anstatt mich mit ihnen zu verb\u00fcnden und zu verbinden, indem ich ihnen die Dinge, die mich umtreiben, erkl\u00e4re. Wertsch\u00e4tzung und Verstehen erreiche ich nicht durch Befehl und Anklage von oben herab. Sondern durch Nachvollziehbarkeit und Offenheit auf gleicher Augenh\u00f6he.<\/p>\n<p>Und ja, das wird jetzt mal wieder etwas l\u00e4nger, weil ich versuchen will, entgegen der heute \u00fcblichen polarisierten &#8222;Alles ist supie&#8220; vs. &#8222;Alles ist Schei\u00dfe&#8220; &#8211; Darstellungen das Ganze etwas differenzierter anzugehen.<\/p>\n<p>Vorweggeschickt sei aber auf jeden Fall noch, dass das Folgende, speziell wenn es um die sogenannten &#8222;Konsumenten&#8220; geht, f\u00fcr unsere Fans am wenigsten zutrifft, und dar\u00fcber sind wir auch sehr sehr gl\u00fccklich &#8211; wir haben n\u00e4mlich richtig tolle Fans!<\/p>\n<div style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/singvoegel\/11796034\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/20\/60\/34\/11796034.f56ce9af.500.jpg?r1\" width=\"500\" height=\"333\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Foto: Bettina Pfeuffer<\/p><\/div>\n<p>Es geht um das leidige Geld. Denn es kostet Geld, Musik zu machen, und das nicht zu knapp. Musiker kaufen Instrumente und Zubeh\u00f6r, sie brauchen R\u00e4umlichkeiten, sie m\u00fcssen mobil sein, sie ben\u00f6tigen viel Zeit, zum \u00fcben, um Promotion zu machen, um an andere Orte zu kommen. Wenn sie ihre Musik ver\u00f6ffentlichen wollen, ben\u00f6tigen sie weiteres Equipment, noch mehr Zeit, weitere Menschen, die Dinge f\u00fcr sie tun. Wenn ein Album dann ver\u00f6ffentlicht werden soll, muss Artwork erstellt werden, gedruckt, eine CD gepresst, konfektioniert und verschickt werden. Selbst wenn man &#8222;nur&#8220; digital ver\u00f6ffentlicht, braucht man einen Distributor, der die Daten auf verschiedene Plattformen verteilt, auf denen sie verkauft werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch diese Dienstleistungen kosten erst einmal Geld. Bis ein Musiker oder eine Band ein Album bei iTunes oder Amazon oder Google oder wo auch immer stehen hat, wo das dann f\u00fcr einen Zehner verkauft wird, von dem die Band dann je nachdem zwischen 30 bis 75% des Verkaufspreises abbekommt, ist also schon ein kleiner 5-stelliger Betrag von den Musikern selbst investiert worden, und da ist jetzt nicht mit eingerechnet, was es gekostet hat, \u00fcberhaupt soweit zu kommen, dass man \u00fcber eine Produktion eines Albums nachdenken kann, also Ausbildung, Stilentwicklung usw. usf..<\/p>\n<p>Dieses muss man im Hinterkopf haben, wenn man einem Musiker erz\u00e4hlt, dass &#8222;eine Datei ja keinen materiellen Wert&#8220; habe &#8211; was f\u00fcr die Datei selbst ja sogar streng faktisch stimmt &#8211; aber eben nicht daf\u00fcr, welche Nullen-und-Einsen-Folge genau in ihr gespeichert ist. Nein, die Datei selbst mag keinen materiellen Wert haben. Aber dass sie in dieser Form existiert, der Weg dahin, die M\u00f6glichkeit, sie zu erstellen und sie genau so zu erstellen, hat eine Menge Geld und Zeit gekostet.<\/p>\n<p>Nein, man zahlt bei einer Datei nichts Materielles wie bei CDs. Aber genau das tut man bei CDs auch nicht; es ist ein logischer Fehlschluss, dass man bei einer CD &#8222;die Verpackung und den Datentr\u00e4ger&#8220; zahle und deshalb bei einer immateriellen Datei, weil das Materielle da wegfiele, gar keine Rechtfertigung mehr existiere, daf\u00fcr Geld haben zu wollen. Denn auch bei einer CD zahlt man nicht nur die Verpackung. Um zu wissen, wieviel eine solche Verpackung alleine im St\u00fcckpreis &#8222;wert&#8220; w\u00e4re, also reiner Materialwert, ohne Artworkerstellung, Texte, Arbeitszeit, muss man ja nur mal auf diverse Webseiten von Presswerken gehen und dort nachsehen, wieviel z.B. eine 1000er Auflage einer Musik-CD in 8-seitigem Digipak mit 20-seitigem Booklet kostet (was den Spezifikationen unseres letzten Albums &#8222;JETZT&#8220; entspricht). (Und wer wissen m\u00f6chte, warum denn eine so gro\u00dfe Auflage, der tippt einfach mal &#8222;500&#8220; bei Anzahl ein und schaut, wie sich der Preis ver\u00e4ndert)<\/p>\n<p>Wer rechnen kann, kann also relativ einfach ausrechnen, ab wann ein Musiker beginnt, den ersten Cent &#8222;Gewinn&#8220; zu machen: sobald die Summe der Online-Erl\u00f6se und die Summe der Differenz zwischen St\u00fcckpreis und Verkauspreis der verkauften CDs langsam in den 5-stelligen Bereich kommt. Und selbst das ist noch eine &#8222;falsche&#8220; Rechnung, denn in der Zeit, die das ben\u00f6tigt, sind ja weitere laufende Kosten zu schultern. Aber selbst diese vereinfachte Rechnung zeigt schon, wie schwer es ist f\u00fcr kleine, unabh\u00e4ngige Musiker au\u00dferhalb des gro\u00dfen Musik-Business und ohne riesige Fanbase, sich vom Verkauf eigener Musik finanzieren zu k\u00f6nnen &#8211; geschweige denn, davon &#8222;leben&#8220; zu k\u00f6nnen. Bzw.: wie unm\u00f6glich, solange DAS die einzige Einnahmequelle bleibt.<\/p>\n<p>Jetzt lese ich dann auch hier und da immer mal wieder, dass Musiker heutzutage ja auch nicht mehr Geld mit dem Verkauf von Studioaufnahmen verdienen w\u00fcrden (inklusive des &#8222;wertlose Dateien&#8220;-Arguments), sondern durch Liveauftritte. Das mag f\u00fcr sogenannte &#8222;Coverbands&#8220; zu einem Teil sogar zutreffen. Aber leider nicht f\u00fcr Bands, die ausschlie\u00dflich eigenes Material darbieten. Vom &#8222;Merchandising&#8220; ganz zu schweigen, denn auch so etwas muss vorfinanziert sein und lagert ersteinmal als totes Kapital in Kartons im Keller &#8211; die 50 T-Shirts. die ich im Laufe eines Jahres vielleicht verkaufen kann, muss ich mir vorher erst mal selbst leisten k\u00f6nnen. Bzw. meist eher eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl, damit der St\u00fcckpreis wenigstens brauchbar ist. Kauft ihr mal 100 Shirts auf einmal, in der Hoffnung, sie in den kommenden 2 Jahren wieder loszuwerden. Zumal daf\u00fcr auch Gelegenheiten ben\u00f6tigt werden. Sprich: Gigs.<\/p>\n<p>Da sieht die Realit\u00e4t n\u00e4mlich seit langem schon so aus, dass die wenigen M\u00f6glichkeiten, live zu performen, wenig bis gar nicht mehr bezahlt werden. Das Wort &#8222;Gage&#8220; ist inzwischen ein Fremdwort geworden; selbst gro\u00dfe kommerzielle Veranstalter bieten unter dem Euphemismus &#8222;Gelegenheit&#8220; kleinen independent-Bands fast nur noch Kostenlos-Slots an. Mit dem Argument, dass das doch &#8222;Werbung&#8220; sei, und man sich so &#8222;eine Audience erspielen&#8220; k\u00f6nne, muss man inzwischen schon Gl\u00fcck haben, wenn es \u00fcberhaupt eine Spesenpauschale gibt.<\/p>\n<p>Und diese Slots sind dann auch oft nur L\u00fcckenf\u00fcller, um auch zu Zeiten schon Livemusik anbieten zu k\u00f6nnen, wenn die gro\u00dfen Headliner noch nicht spielen, oder auf der Hauptb\u00fchne die Umbaupause l\u00e4uft. Nebenb\u00fchne, Freitagnachmittag um 17 Uhr oder Sonntag um 15 Uhr. Denn die Slots, die wirklich zumindest halbwegs zeitlich attraktiv liegen, sind entweder f\u00fcr (in dem Fall meist auch gut bezahlte) Headliner reserviert oder werden verkauft. An Labels, die dort ihre Bands platzieren, um ihr neues Album zu promoten, an Firmen oder Internetplattformen, die den Slot \u00fcber ein Sponsoring eingekauft haben und dort z.B. \u00fcber ein Voting Fans von sich auf diese &#8222;Gelegenheit&#8220; bewerbenden Bands auf ihre Internetseiten ziehen m\u00f6chten oder gar Bands selbst, z.B. im Rahmen eines Vorgruppen-Deals mit einem der Headliner. Ja, bekannte Bands\/K\u00fcnstler lassen sich nicht selten daf\u00fcr bezahlen, dass eine andere Band bei ihnen als Vorgruppe spielen &#8222;darf&#8220;.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.freundederkuenste.de\/aktuelles\/exklusiv-interviews\/im-gespraech\/mindestlohn-fuer-musiker-ein-gespraech-mit-dem-jazzmusiker-prof-hans-peter-salentin.html\" target=\"_blank\">Dieses Interview mit Prof. Salentin <\/a> (das sich auch vollst\u00e4ndig zu lesen lohnt) beleuchtet dieses \u00dcbel, mit dem Musiker &#8211; auch wir &#8211; derzeit zu k\u00e4mpfen haben: die Forderung &#8222;der M\u00e4rkte&#8220;, immer mehr &#8222;umsonst&#8220; machen zu sollen. Jedesmal, wenn dort &#8222;Jazzmusiker&#8220; steht darf man getrost auch &#8222;Rockmusiker&#8220; oder &#8222;Popmusiker&#8220; mitlesen.<\/p>\n<blockquote><p>(&#8230;)Das haben viele nicht auf dem Schirm, das Kunst kosten muss. Sch\u00fcler, die alles umsonst downloaden, Veranstalter, Kneipen z.B., die permanent bei &#8222;freiem Eintritt&#8220; veranstalten, aber leider genauso auch Musiker, die permanent umsonst spielen. Es ist eine &#8222;umsonst Mentalit\u00e4t&#8220; entstanden, bei denen die, die Musik schaffen, finanziell auf der Strecke bleiben, weil niemand mehr bereit ist, die K\u00fcnstler angemessen zu entlohnen. Bei K\u00fcnstlern glauben viele offenbar, eine Bezahlung w\u00e4re entbehrlich. Es ist ja Kunst .(&#8230;)<\/p>\n<p>(&#8230;)Offenbar sind viele Veranstalter der Meinung, es sei f\u00fcr K\u00fcnstler eine reine Freude umsonst spielen zu d\u00fcrfen. Wir haben z.B. hier einen Veranstalter bei dem jedes Wochenende bei freiem Eintritt Live-Veranstaltungen stattfinden und manchmal sogar an 2 Tagen in der Woche. Auf meine Frage, was das denn soll, weil man damit ja anderen Veranstaltungen, die Geld kosten, das Wasser abgr\u00e4bt, lautet die Antwort des Bookers, &#8222;\u017edie Musiker wollen es so. Er ist \u00fcbrigens derjenige, der daran verdient. Er macht die grafische Werbung, die er sich normal bezahlen l\u00e4\u00dft. (&#8230;)<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist also vergleichbar mit einer Praxis, dass ich f\u00fcr eine Party bei einem Restaurant ein Catering anfrage und denen sage &#8222;Ich kann Ihnen leider nichts bezahlen, aber es ist ja Werbung f\u00fcr euch, da kommen 50 Leute, von denen dann ja vielleicht einige so begeistert von euch sind, dass sie dann auch mal zu euch ins Restaurant kommen&#8230;&#8220; &#8211; Duke hatte das <a href=\"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/schwingt-die-loeffel\/\">hier ja vor kurzem mal verballhornt<\/a>.<\/p>\n<p>Das Problem ist nat\u00fcrlich da auch: Die Veranstalter machen das, weil sie es k\u00f6nnen. Zu viele Bands spielen das Spiel mit, viele z\u00e4hneknirschend, aber nicht wenige auch, weil sie dieses &#8222;Das ist doch eine Gelegenheit!&#8220; tats\u00e4chlich glauben und nicht merken, dass sie da ausgenutzt werden.<\/p>\n<p>Solange es aber so viele Bands gibt, die zu solchen Bedingungen spielen, solange wird sich an dieser Praxis nichts \u00e4ndern. Im Gegenteil, die Tendenz geht eher noch zu einer noch schlimmeren Pervertierung, die &#8222;Pay to Play&#8220; hei\u00dft: Die Bands zahlen daf\u00fcr, irgendwo auftreten zu &#8222;d\u00fcrfen&#8220;. Teilweise wird das recht geschickt gemacht, es gibt &#8222;Contests&#8220;, bei denen man ein Startgeld zahlen muss und das dem Gewinner durchaus ein Preisgeld verspricht &#8211; nicht aber nat\u00fcrlich all den anderen, die nicht gewinnen. Um zu gewinnen, m\u00fcssen die Bands daf\u00fcr sorgen, dass Publikum zu den Veranstaltungen kommt, dass ihre Fans voten, und vieles mehr &#8211; also gro\u00dfe Teile des Marketings und der Promotion \u00fcbernehmen. Es gibt sogar Bands, die kaufen Tickets und verschenken sie, um Publikum f\u00fcr sich zu den Events reinzuholen.<\/p>\n<p>Am harmlosesten sind da noch die sogenannten &#8222;Door-Deals&#8220;, die entweder einen Teil der Einnahmen des Eintritts an die Band geben oder die Eintrittsgelder bis zu einem Betrag X f\u00fcr sich beanspruchen und alles, was dr\u00fcber raus geht, dann an die Band weitergeben &#8211; da muss man sehr genau rechnen, denn da gibt es nat\u00fcrlich auch sehr schlitzohrige &#8222;Angebote&#8220;, die sich bei genauem Rechnen nicht mehr lohnen.<\/p>\n<p>Dann sind da noch die Clubs, die nicht mehr selbst veranstalten, sondern den Club an Bands &#8222;vermieten&#8220;. Andere arbeiten mit Mindestabnahmen von Tickets &#8211; und man kann sich vorstellen, wie wenig ein solcher Veranstalter noch selbst in die Promotion eines Konzerts steckt, wenn die Band schon genug Tickets selbst hat kaufen m\u00fcssen. Wozu sich auch anstrengen, denn wenn die Band diese Tickets selbst verkaufen muss, macht die ja die Werbung daf\u00fcr. Wenn sie es n\u00e4mlich nicht tut, bleibt sie auf den Kosten sitzen. Und selbst wenn sie alle los wird, hat sie ja noch nicht einen Cent &#8222;verdient&#8220;, w\u00e4hrend der Veranstalter von Anfang an kein Risiko hatte.<\/p>\n<p>So viel Selbstausbeutung wie in der Musik gibt es in kaum einer anderen Branche. Wobei es bei anderen k\u00fcnstlerischen Branchen nicht viel besser aussieht (frag mal einen Schauspieler, wie viele tats\u00e4chlich bezahlte Jobs er so im Jahr angeboten bekommt und wie viele nicht bezahlt werden).<\/p>\n<p>Jetzt ist das aber nat\u00fcrlich auch nicht so, dass alle Veranstalter nur Bands ausnutzten &#8211; was uns \u00fcber die letzten Jahre so an kleinen Clubs weggestorben ist, zeigt deren Schwierigkeiten nat\u00fcrlich auch deutlich. Unsere Adressliste wird von Jahr zu Jahr d\u00fcnner, entweder, weil die Clubs tats\u00e4chlich schlie\u00dfen, oder weil sie keine Livemusik mehr anbieten oder weil sie nur noch Coverbands auftreten lassen, um dem Publikum Musik zu bieten, das es kennt. Hier frage ich mich auch, wo denn das Publikum geblieben ist, das neugierig auf Neues und Unbekanntes ist &#8211; ich will nicht glauben, dass Musikliebhaber heutzutage nur noch zu Live-Events gehen, wo sie auch nur wieder das zu h\u00f6ren bekommen, was schon den ganzen Tag im Dudelfunk rauf und runter gespielt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/singvoegel\/11053532\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Fr\u00e4nkisches Liedermacherfestival Bad Kissingen\" alt=\"Fr\u00e4nkisches Liedermacherfestival Bad Kissingen\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/19\/35\/32\/11053532.70010c0e.500.jpg?r1\" width=\"500\" height=\"335\" \/><\/a><\/p>\n<p>Speziell kleine B\u00fchnen, Kulturh\u00e4user und auch Jugendh\u00e4user werden weniger, da die meist auf Unterst\u00fctzung durch St\u00e4dte, Gemeinden, L\u00e4nder angewiesen sind &#8211; und in Zeiten leerer Kassen wird seitens der Politik zuerst an der Jugend und an der &#8222;niederen&#8220; Kultur gespart. Also an der, die kein Prestige bringt, denn Millionen f\u00fcr eine Elbphilharmonie sind ja offenbar da. Daf\u00fcr werden Kulturb\u00fchnen und Jugendclubs die paar tausend Euro, die sie zum \u00dcberleben br\u00e4uchten, gestrichen.<\/p>\n<p>Wir haben uns vor einiger Zeit schon entschieden: Wir spielen dieses Spiel nicht mit. Nicht, weil wir uns das so toll leisten k\u00f6nnten. Nein, wir k\u00f6nnen es uns gerade nicht leisten. Unsere Mindestgage ist gering, wir sind ja nur zu dritt, wir sind nicht in der GEMA, Veranstaltern kostet unser Auftritt also nicht einmal eine GEMA-Geb\u00fchr, wir k\u00f6nnen inzwischen fast das komplette Repertoire auch &#8222;<a href=\"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/weniger-ist-mehr\/\">unplugged<\/a>&#8220; und somit auch f\u00fcr sehr kleine Locations passend, ohne lautes Schlagzeug und gro\u00dfer (und lauter) Lautsprecherwand, bis hin zu so klein, dass wir sogar an einem stromlosen Lagerfeuer oder in einem Wohnzimmer spielen k\u00f6nnen, dennoch seht ihr anhand unseres mehr als leeren Terminkalenders, wieviele Auftritte mit auch nur geringster Gage wir so im Jahr absolvieren, seit wir beschlossen haben: &#8222;Umsonst spielen wir nicht mehr&#8220;.<\/p>\n<p>Ja, es gibt Ausnahmen, wir spielen hin und wieder auch zu &#8222;Charity&#8220;-Zwecken, also zu Gelegenheiten, f\u00fcr die wir uns pers\u00f6nlich engagieren, sei es damals <a href=\"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/castordaemmer\/\">beim Castorprotest<\/a>, sei es, als wir <a href=\"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/pressemitteilung-singvoegel-unterstutzen-die-initiative-rock-im-knast-mit-einem-konzert-in-der-jva-stuttgart\/\">im Stammheimer Knast auftraten<\/a>, oder beim <a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/singvoegel\/album\/294900\" target=\"_blank\">W\u00fcrzburger Montagsspaziergang<\/a>. Das Problem dabei: Eigentlich br\u00e4uchten wir vier wenigstens mindestbezahlte Auftritte, um uns einen solchen &#8222;Engagement&#8220;-Gig leisten zu k\u00f6nnen. Wer z\u00e4hlen kann, stellt also fest: Auch hier zahlen wir schon seit l\u00e4ngerem deutlich drauf.<\/p>\n<p>Es ist n\u00e4mlich so: Eben weil wir von unserer Musik nicht &#8222;leben&#8220; k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir unser Auskommen anders erwirtschaften, also \u00fcber &#8222;Brotjobs&#8220; &#8211; entsprechend weniger Zeit ist \u00fcbrig, um zu \u00fcben, zu proben, zu komponieren, um aufzunehmen, um Promotion zu machen, um aufzutreten. Wir treffen uns zwar jedes Wochenende, das irgendwie geht &#8211; also fast jedes &#8211; und machen ansonsten abends nach der Arbeit noch Dinge jeweils f\u00fcr uns zu Hause (wie diesen Blogartikel schreiben, \u00fcben, an einer Komposition feilen, Veranstalter kontaktieren &#8211; was so ziemlich das Demotivierendste und Frustrierendste ist, das man tun kann &#8211; etc. pp.), aber das bedeutet eben auch, dass Dinge viel l\u00e4nger dauern.<\/p>\n<p>Etwas, wof\u00fcr wir zusammengerechnet eigentlich eine Woche &#8222;Arbeitszeit&#8220; brauchen, verteilt sich so auf fast einen Monat. Da k\u00f6nnen wir es uns einfach nicht leisten, im Monat auch noch zwei oder gar drei Tage (Abbau im Proberaum, Fahrt, Aufbau, Spielen, Abbau, Fahrt, Aufbau im Proberaum, je nach Entfernung eine oder sogar zwei \u00dcbernachtungen) pro Auftritt zu verbraten, wenn dieser Auftritt nichts einbringt &#8211; in diesen zwei bis drei Tagen haben wir ein neues Lied geschrieben und komplett durcharrangiert. Und in weiteren zwei Tagen soweit sicher, dass wir es aufnehmen k\u00f6nnten. Auf unser neues Album, <a href=\"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/achtung-aufnahme\/\">das wir im Mai innerhalb von netto 12 Tagen aufnahmen<\/a>, kommen neue 12 Songs. Do the math.<\/p>\n<p>Womit l\u00e4sst sich noch Geld verdienen? Brian May (ja, DER Brian May) gab uns vor zig Jahren mal den Tipp, wir sollten uns doch &#8222;einfach mal \u00f6fters im Radio&#8220; spielen lassen. In seiner Naivit\u00e4t durchaus drollig, aber nat\u00fcrlich auch in einem wichtigen Punkt &#8222;richtig&#8220;: Airplay ist das, ohne das kein Musiker mit seinen Werken auch nur ansatzweise &#8222;Geld verdienen&#8220; kann. Zum einen, weil man \u00fcber das Airplay tats\u00e4chlich noch nennenswert Tantiemen bzw. Verwertungsaussch\u00fcttungen bekommt &#8211; zumindest normalerweise. Ein Musikerkollege erz\u00e4hlte letztens seinen Fall, dass eines seiner St\u00fccke derzeit fast t\u00e4glich zu h\u00f6ren sei, aber mangels korrekter Datenweitergabe seitens Sender bzw. Anforderung und Registrierung seitens der GEMA zu keinen Aussch\u00fcttungen f\u00fchrt (obwohl der Sender nat\u00fcrlich zahlt, aber wegen einer GEMA-Pauschalregelung ohne sagen zu m\u00fcssen, wof\u00fcr eigentlich). Zum anderen weil man aber eben auch Aufmerksamkeit und Reichweite erlangt, also auch indirekt profitiert. Nur: Bekanntlich sind wir nicht bei der GEMA, und eine Mitgliedschaft dort lohnt auch nicht ohne Airplay. Nur gibts auch kein Airplay ohne GEMA. Zwickm\u00fchle.<\/p>\n<p>Wobei wir ja <a href=\"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wunschzettel\/\">bekanntlich auch noch ein paar andere Probleme mit den Bedingungen haben, zu der eine GEMA-Mitgliedschaft nur m\u00f6glich ist<\/a>. Unter anderem deren Weigerung, das <a href=\"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/creative-commons-was-ist-das-denn-jetzt-schon-wieder\/\">Creative Commons-Konzept<\/a> zu unterst\u00fctzen. Weshalb wir auf die sich demn\u00e4chst gr\u00fcndende alternative Verwertungsgesellschaft <a href=\"http:\/\/c3s.cc\" target=\"_blank\">C3S<\/a> setzen und diese nach Kr\u00e4ften unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Fazit: &#8222;Umsonst&#8220; hei\u00dft eben nicht &#8222;kostenlos&#8220;. &#8222;Umsonst&#8220; hei\u00dft, die Kosten tr\u00e4gt jemand anderes. Und in der Musik hei\u00dft &#8222;umsonst&#8220;: die Kosten tr\u00e4gt der Musiker.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens etwas, das mich zur Wei\u00dfglut bringt, m\u00f6chte ich euch nicht vorenthalten: Es gibt immer mal wieder so Spezialisten, die einem mit einem Spruch wie &#8222;Hey, ein richtiger K\u00fcnstler macht das doch nicht wegen des Geldes!&#8220; daherkommt. Nein, wir machen das nicht &#8222;wegen des Geldes&#8220;, wenn wir Musik &#8222;wegen des Geldes&#8220; machen w\u00fcrden w\u00e4ren wir eine Coverband, w\u00fcrden Volksmusik und Schlager schreiben oder gar keine Musik machen. Aber nur weil wir das &#8222;nicht wegen des Geldes&#8220; machen, hei\u00dft das nicht, dass wir uns ausnutzen lassen wollen. Wenn wir hohe Geldbetr\u00e4ge in unsere Aufnahmen stecken, dann verschenken wir wir das Ergebnis nicht mal eben.<\/p>\n<p>Im Gegenteil, wir sind ja sogar teurer als die industrielle Massenware, weil handgemachte Bio-Qualit\u00e4t nun mal aufw\u00e4ndiger und somit teurer ist als Massenproduktion. Wir m\u00fcssen unsere Instrumente, unseren Proberaum, die M\u00f6glichkeit aufzunehmen, die CD-Pressung, die Verteilung im Netz etc. pp. auch bezahlen, und wenn wir das nicht tun, gibts keine Musik. Wir tr\u00e4umen davon, mehr Zeit in die Musik stecken zu k\u00f6nnen als wir derzeit k\u00f6nnen, damit sie noch besser wird, sich noch besser anh\u00f6ren kann, virtuoser gespielt werden kann etc. pp. &#8211; daf\u00fcr ben\u00f6tigen wir in dieser Welt nunmal Geld. Solange es kein Bedingungsloses Grundeinkommen gibt, das auch unentgeltliche Arbeit erm\u00f6glicht, muss unsere Musik auch etwas kosten d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/singvoegel\/13924422\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"DSC0245\" alt=\"DSC0245\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/25\/44\/22\/13924422.659336e7.500.jpg?r1\" width=\"500\" height=\"332\" \/><\/a><\/p>\n<p>So, das war lang und ist dennoch noch lang nicht vollst\u00e4ndig. L\u00f6sungen haben wir dazu leider wenige zu bieten. Aber immerhin ein paar. Neben der Unterst\u00fctzung der C3S gibt es inzwischen ja noch andere spannende M\u00f6glichkeiten, wie zum Beispiel dieses Internet, von dem alle immer reden.<\/p>\n<p>Ich habe ja oben ganz zu Anfang schon angedeutet: Einiges von dem, was ich hier schreibe, gilt f\u00fcr uns nicht in so vollem Ma\u00dfe wie anderes. Wir sch\u00e4tzen uns gl\u00fccklich, Fans zu haben, die vielleicht zahlenm\u00e4\u00dfig nur ein Bruchteil von &#8222;gro\u00dfen&#8220; Acts sind, aber die wir nicht (mehr) \u00fcberzeugen m\u00fcssen, dass unsere Musik etwas &#8222;wert&#8220; ist, denn ihnen ist sie etwas wert.<\/p>\n<p>Nicht nur Geld, aber eben auch, was sie uns letztes Jahr beim <a href=\"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/tag\/JETZT\/\">Crowdfunding f\u00fcr unser aktuelles Album JETZT <\/a>so eindrucksvoll zeigten, dass wir manchmal vor lauter Freude nicht mehr wussten, was wir sagen sollten. Es hat einige \u00dcberwindung gekostet, uns das zu trauen, \u00fcberlegt hatten <a href=\"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/fan-funding\/\">wir da ja schon l\u00e4nger<\/a>. Und jetzt sind wir eine Band, deren Fanbase, die gro\u00dfe Bands als &#8222;l\u00e4cherlich klein&#8220; bezeichnen w\u00fcrden, uns die Pressung einer CD erm\u00f6glicht haben! Da sind andere mit \u00e4hnlichen Projekten und weit gr\u00f6\u00dferer Anzahl Fans schon gescheitert, und unsere Fans knacken innerhalb von nur 6 Wochen die 100%-Marke und erm\u00f6glichen uns (und sich) eine CD! Wie gro\u00dfartig ist das denn?<\/p>\n<p>Angespornt von dieser tollen Erfahrung haben wir uns deshalb entschlossen, das n\u00e4chste Wagnis einzugehen und f\u00fcr die Produktion des neuen Albums letztlich mehr Geld auszugeben als wir es uns leisten k\u00f6nnen &#8211; wie oben ja schon erw\u00e4hnt, <a href=\"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/achtung-aufnahme\/\">leisteten wir uns den &#8222;Luxus&#8220;, uns f\u00fcr die Aufnahmen relativ ideale Bedingungen zu schaffen<\/a>. Auch diesmal werden wir wieder ein Crowdfunding starten, um daraus eine CD machen zu k\u00f6nnen, aber auch, um ein paar der bereits get\u00e4tigten Ausgaben wieder rein zu bekommen, denn wir sind alle drei keine Gro\u00dfverdiener. Wir planen, im September damit zu starten, und bis Ende November hoffen wir, das Projekt erfolgreich abschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. [<strong>Update:<\/strong> Das Crowdfunding ist inzwischen gestartet, der Start hat sich aus verschiedenen Gr\u00fcnden aber bis Mitte November verz\u00f6gert, so dass das <a href=\"http:\/\/www.pledgemusic.com\/projects\/westwind\" target=\"_blank\">Crowdfunding f\u00fcr WESTWIND<\/a> jetzt bis Mitte Februar l\u00e4uft]<\/p>\n<p>Das Tolle am Crowdfunding ist ja, dass das keine Almosen sind &#8211; wer da mitmacht, bekommt ja was f\u00fcr sein Geld. Und wer rechnen kann, merkt auch, dass er weit mehr f\u00fcr dasselbe Geld bekommt als bei einem regul\u00e4ren Kauf sp\u00e4ter (das digitale Album ist ja immer mit dabei, egal, was man da sonst noch einkauft). Das ist auch f\u00fcr uns &#8222;psychologisch&#8220; wichtig, denn auch wir wollen nichts &#8222;geschenkt&#8220;, denn auch das geh\u00f6rt dazu, wenn wir m\u00f6chten, dass unsere Musik &#8222;etwas wert&#8220; ist: Am Ende muss ein fairer Austausch stehen, von dem alle Beteiligten etwas haben. Denn dann haben alle mehr als vorher. Mehr als Geld und mehr als eine Silberscheibe oder &#8222;nur&#8220; ein paar magnetische oder elektrische Zust\u00e4nde auf einer Metall- oder Siliziumoberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Dann haben wir Musik. Gemeinsam.<\/p>\n<div style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/singvoegel\/11796059\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/20\/60\/59\/11796059.981995cc.500.jpg?r1\" width=\"500\" height=\"333\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Foto: Bettina Pfeuffer<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 25. Juni 2013 Heute will ich mal aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen plaudern. Wenige Musiker oder Bands erz\u00e4hlen etwas \u00fcber ihre Probleme, das ist unsexy, das zerst\u00f6rt das Image von &#8222;Erfolg&#8220; oder Glamour, das will auch selten jemand h\u00f6ren, das ist Gejammer, das gern mit &#8222;Wenn euch die Bedingungen nicht passen macht halt was anderes&#8220; abgetan [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":838,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10,11],"tags":[],"class_list":{"0":"post-490","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-sven","8":"category-weblog","9":"czr-hentry"},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/490"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=490"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/490\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":936,"href":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/490\/revisions\/936"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/838"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=490"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=490"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.singvoegel.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=490"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}