Die GEMA besser machen!


08. Juni 2009, um 17:00 Uhr

Es ist nicht nur Zeit für eine grundlegende, den Bedürfnissen des digitalen Zeitalters gerechte Reform des Urheberrechts – es ist auch dringend nötig, daß die GEMA, die ebendieses Recht zu schützen angetreten ist, dies endlich so tut, daß auch wirklich alle Kulturschaffenden etwas davon haben und nicht nur die „großen Fische“.

Vor einigen Jahren, nach der letzten Statutenänderung der GEMA, lohnte sich eine Mitgliedschaft plötzlich für viele KünstlerInnen überhaupt nicht mehr; anstatt Geld zu bekommen, zahlten sie drauf. Mittlerweile wird sogar auf Musiker-Existenzgründungs-Seminaren davon abgeraten, der GEMA beizutreten. Denn das Niveau, bei dem eine Rentabilität eintritt, ist für etliche kleine Bands kaum mehr zu erreichen.

Die Veranstalter (besonders die privaten Kulturinitiativen) trifft es ebenso. Die Befolgung der Regeln ist aufwendig – und außerdem teuer. Die Konsequenz bekommen wir Musiker hautnah zu spüren: immer weniger Auftrittsmöglichkeiten.

Monika Bestle von der Sonthofener Kulturwerkstatt ist eine dieser Veranstalterinnen. Sie ist außerdem eine derjenigen, die nicht nur reden, sondern handeln: mit Hilfe einer Petition beim deutschen Bundestag will sie dafür sorgen, daß sich endlich etwas ändert:

„(„¦)“Zur Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittgeldes und GEMA-Pflicht für die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück. Die durchwegs zu hohen Gebühren zwingen Kleinveranstalter die Anzahl der Konzerte zu reduzieren. Viele veranstalten gar keine Konzerte mehr.

Dem gegenüber werden die Künstler-Tantiemen nach dem so genannten, hochkomplizierten Pro-Verfahren berechnet und der Hauptanteil der GEMA-Einnahmen landen in einem so genannten „žgroßen Topf“.
Auch viele Künstler sind deshalb in ihrer Existenz bedroht: zu wenig Auftrittsmöglichkeiten und zu geringe Tantiemen. „(…)

Bitte werdet Mitzeichner! Hier geht es direkt zur Petition.

Wir Singvøgel sind von der Sache unmittelbar betroffen – und finden es unsäglich, daß die Institution, die eigentlich für unsere Sache eintreten sollte, uns und anderen so große Steine in den Weg legt.

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