Die Singvøgel trällerten richtig los 2


Münchberg. Mut zum Experiment hat die Stadtjugend mit ihrem jüngsten ExTrAAcT bewiesen. Wiederum musikalisch, aber weit jenseits des Mainstreams, gestalteten Duke Meyer und die Liedermacherin Karan den Abend. In die Sparte „trendfreie terrestrische Klangerzeugung“ fällt nach eigenen Angaben das Programm des Duos, das seit etwa einem Jahr unter dem Namen „Die Singvøgel“ unterwegs ist und seine Impulse in erster Linie aus den vordergründig völlig verschiedenen Charakteren der beiden Akteure bezieht: Karan, von Haus aus Spezialistin für die leisen Töne, kommt ursprünglich vom deutschen Volkslied, Duke Meyer, der sich als Schauspieler und kompromißloser Performance-Künstler (früher „Diener der Ekstase“, aktuell mit „ZwischenWelten“ und „eibensang“) einen Namen gemacht hat, ist musikalisch ein Vertreter des Rock und Blues. Beide sind jedoch bekennende musikalische Freigeister, teilen das Faible für die Natur und die Naturreligionen, greifen in ihren durchwegs selbst geschriebenen und komponierten Texten und Melodien Romantisches ebenso auf wie sperrige, politische Themen („The Beauty and the Beast“, „Messer im Schuh“, „Fahrendes Volk“)Musikalisch schöpfen Karan und Duke Meyer als Multiinstrumentalisten und Stimmkünstler aus dem Vollen, arbeiten mit umfangreichem Instrumentarium, von der Gitarre bis zur Schamanentrommel, und ergänzen das Ganze durch schräge Zutaten wie Krähenschreie, Saurierknurren oder Herzschlag-Takt Für einen sehr gelungenen Auftakt und zusätzliche Bereicherung des Singvøgel-Abends sorgte ein spontan konzipiertes Vorprogramm von Roland Horn und seiner „Capella Paprika“ (Karan: „…unser erster Live-Support-Act!“)…

Frankenpost vom 03.12.2004


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