Es ist soweit


Ist es wieder mal soweit?
Kommt die dunkle Zeit?
Wird geduldet, was zum Himmel schreit?
Wird das Denken abgestellt
Nur gesehen, was gefällt
Und zurechtgeschnitten, hingebogen, ausradiert
Was in das eigene Bild nicht paßt?

Dummheit ist ein zähes Kraut
Und sie wächst, wohin man schaut
Auf dem Boden der Bequemlichkeit
Giftig sprießt die alte Saat:
Blut und Boden, Vater Staat
Boot ist voll und Kassen leer
Doch wir sind wieder wer –
Ich kann die Sprüche nicht mehr hören!

Ich will stören
Ich greife in den Lauf der Zeit
Es ist soweit
Ich muß jetzt aufsteh’n und
Ich will stören
Ich greife in den Lauf der Zeit
Es ist soweit
Ich muß jetzt aufsteh’n und schrei’n!

Es ist wieder mal soweit:
Vergessen macht sich breit.
Viele schwelgen in Betulichkeit.
Wie die Motten vor dem Licht
Spüren sie die Flamme nicht
Werden Brandstifter der Angst
Und fordern Toleranz
Für jene, die den Frieden brechen.

And’re Sitte, neues Wort
Dunkle Haut und fremder Ort
Alles Unbekannte ängstigt sie.
Schotten dicht und Türen zu!
Doch da drin herrscht keine Ruh‘
Was sich dort zusammenbraut
Gehört ans Licht gezerrt
Und ein für alle mal durchschaut!

Ich will stören
Ich greife in den Lauf der Zeit
Es ist soweit
Ich muß jetzt aufsteh’n und
Ich will stören
Ich greife in den Lauf der Zeit
Es ist soweit
Wir müssen aufsteh’n und endlich stören
Wir greifen in den Lauf der Zeit
Es ist soweit
Wir müssen aufsteh’n und schrei’n!

 

Musik & Text © Karan 2004

Bühnenversion Singvøgel (bis 2006): Gitarre, E-Bass, Gesang

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