FAWM 2011


Zur Stund sind es 4998 Menschen, die mitmachen beim „February album writing month“. Die meisten kommen aus USA, Kanada und UK – ein paar Australier noch… Der Rest aus Europa, aber auch die singen fast alle englisch. 14 Songs gilt es zu schreiben, skizzenhaft aufzunehmen und hochzuladen: ein „Album“ binnen des kürzesten Jahresmonats zusammenzustellen – just for fun! Jeder Stil, jede Idee willkommen: Was ein „Song“ ist, bestimmt allein, wer ihn macht.

Spielniveau? So breit gefächert wie die Teilnehmenden weltweit, vom Hab-noch-nie-musiziert-Anfänger bis zur Ich-koch-auch-nur-mit-Wasser-Professioneuse – es kommt auf nix an. Und wer die 14 nicht zusammenkriegt, wird auch nicht gepiesackt: Der Umgangston ist freundlich bis herzlich – wer etwas mag, lobt es nach Laune, und oft folgt Lob schon der halbwegs erkennbaren Idee. Die geradezu hippiesk konkurrenzfreie Atmosphäre ist beispiellos – und für mich schon fast therapeutisch: „Warum auf Inspiration warten?“ das augenzwinkernde Motto.

Karan ist im dritten Jahr dabei, die deutsche Mitmach-Gemeinde ist seither deutlich gewachsen. Mit Sven ist nun der dritte Singvogel FAWM-infiziert! Dazu noch liebe Freunde mit am Start: Ansgar, Ryuu und Wurzelfrau wagen es erstmals. Man ist nervös vorher, auch wenn man den Betrieb schon kennt: ist ganz normal. Wie bei einem Date. Das ja auch in den seltensten Fällen das erste ist. Aber so aufregend! Immer wieder!

Und, oh Wunder: So leicht lässt sich Spaß haben, so friedlich die Welt kennenlernen – zumindest hochinteressante Teile davon. Auf irgendwessen Song klicken – es ist ein bisschen wie in fremde Wohnzimmer gucken, privaten Obsessionen lauschen. Letztes Jahr verschlug es mein Ohr in die australische Weite, da spielte ein Mann großartig verträumtes Klavier… Einen Klick weiter taten sich Abgründe einer Rapperseele auf, irgendwo in Massachusetts… Witzige Allianzen entstehen, Themen-Challenges werden ausgerufen, es ist wie eine riesige bunte Party. Es kostet kein Geld und bringt richtig Freude. Sie zu teilen, macht euphorisch. Die einzige Droge, die nicht schadet – und legal isse auch noch (lasst uns kämpfen dafür, dass die Betonung nicht auf „noch“ liegt)! 😉

Ich, für meinen Teil, hätte es am liebsten immer so, und überall. Schaut euch diese Seite an, hört rein, stöbert, schmunzelt, staunt – lasst euch verführen. So musiziert die Welt! Jenseits des Business. Es ist ein Unterschied wie Wiese und Asphalt.

www.fawm.org

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