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Lied vierzehn: Alle Farben

25. Februar 2009, um 1:28 Uhr

14 Alle Farben


Schwarz wie Raben in den kahlen Bäumen.
Blau wie altes Glas, zerscherbt und glänzend.
Gelb wie Ginster, der auf Klippen wächst.
Rot wie diese Rose, die nicht duftet.
Grün wie junge Schößlinge der Fichten.
Lila wie dein schönes Lieblingskleid.

Alle Farben malen dir ein Lied.

Golden wie der Ring, den du mir schenktest.
Altrosa wie Wäsche, die verfärbte.
Violett wie Samt auf dem Klavier.
Karmesin wie Schorf auf einer Wunde.
Helltürkis wie Eichelhähers Flügel.
Zartoliv wie frisch gepreßtes Öl.

Alle Farben malen dir ein Lied.

Braun wie Torf, der auf dem Feuer knistert.
Dunkelsilber wie das Meer am Abend.
Grau wie deine Augen, wenn du weinst.
Weiß wie Leinenlaken auf der Wiese.
Purpur wie der alte Wein aus Frankreich.
Tieforange wie Sonnenuntergang.

Alle Farben malen dir ein Lied.

3 Kommentare zu “Lied vierzehn: Alle Farben”

  1. MartinM sagt:

    Du hast es geschafft, und es gibt unter den 14 Liedern keines, das ich als “mittelmäßig” oder “schlecht” bezeichnen würde. Respekt vor *der* Leistung!

  2. Maxim sagt:

    Schönes Lied und noch schönerer Text, ich kannte Euch vorher nicht ehrlich gesagt, schade dass ich es heute doch nicth nach Dannenberg zur Demo schaffen kann, sonst hätt ich Euch Live sehen können, aber Ihr seit bestimmt nochmal im Norden unterwegs oder?

  3. Sven sagt:

    Danke :-) Irgendwann mal vielleicht sind wir auch mal im Norden (Lüneburg war das erste Mal, und genau genommen ist das ja nichtmal “richtig Norden”). Im Moment ist es allerdings nicht absehbarer, wann dieses “irgendwann” sein könnte :-(

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