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Lied vierzehn: Alle Farben
25. Februar 2009, um 1:28 Uhr
Schwarz wie Raben in den kahlen Bäumen.
Blau wie altes Glas, zerscherbt und glänzend.
Gelb wie Ginster, der auf Klippen wächst.
Rot wie diese Rose, die nicht duftet.
Grün wie junge Schößlinge der Fichten.
Lila wie dein schönes Lieblingskleid.
Alle Farben malen dir ein Lied.
Golden wie der Ring, den du mir schenktest.
Altrosa wie Wäsche, die verfärbte.
Violett wie Samt auf dem Klavier.
Karmesin wie Schorf auf einer Wunde.
Helltürkis wie Eichelhähers Flügel.
Zartoliv wie frisch gepreßtes Öl.
Alle Farben malen dir ein Lied.
Braun wie Torf, der auf dem Feuer knistert.
Dunkelsilber wie das Meer am Abend.
Grau wie deine Augen, wenn du weinst.
Weiß wie Leinenlaken auf der Wiese.
Purpur wie der alte Wein aus Frankreich.
Tieforange wie Sonnenuntergang.
Alle Farben malen dir ein Lied.





Mittwoch 25. Februar 2009 um 07:00
Du hast es geschafft, und es gibt unter den 14 Liedern keines, das ich als “mittelmäßig” oder “schlecht” bezeichnen würde. Respekt vor *der* Leistung!
Sonntag 7. November 2010 um 10:43
Schönes Lied und noch schönerer Text, ich kannte Euch vorher nicht ehrlich gesagt, schade dass ich es heute doch nicth nach Dannenberg zur Demo schaffen kann, sonst hätt ich Euch Live sehen können, aber Ihr seit bestimmt nochmal im Norden unterwegs oder?
Sonntag 21. November 2010 um 14:30
Danke
Irgendwann mal vielleicht sind wir auch mal im Norden (Lüneburg war das erste Mal, und genau genommen ist das ja nichtmal “richtig Norden”). Im Moment ist es allerdings nicht absehbarer, wann dieses “irgendwann” sein könnte