Messer im Schuh


Über die Mauer ins Land
Nie zurückgeschaut, nur gerannt
Unter Autobahnbrücken gesessen
Und unreife Äpfel gegessen
Frage und gebe nicht viel
Folge dem Weg ohne Ziel
Lockt mich ein gastlicher Ort
Geh ich schon bald wieder fort

Nächte in Städten und Tage im Wald
Die Gitarre verstimmt und die Füße kalt
Aber bleib mir vom Leib, ich bin ein wildes Weib
Hab ein Messer im Schuh
Und mein Herz bleibt zu.

Nahm und gab dir nicht viel
Auch für dich war’s ein Spiel
Aber als ich dir wieder entglitt
Nahm ich die Erinnerung mit
Weiter und weiter durchs Land
Nie zurückgeschaut, nur gerannt
Um die Stadt einen Bogen gemacht
Doch an dich immer wieder gedacht

Nächte im Warten und Tage im Gehn
Will ich weiterziehn oder dich wiedersehn?
Ja, ich sehn mich nach dir, doch ich bleibe bei mir –
Hab ein Messer im Schuh
Und mein Herz bleibt zu.

Hab mit Lastwagenfahrern gesungen
Bin aus fahrenden Autos gesprungen
Hab getanzt unterm südlichen Mond
Und an nördlichen Stränden gewohnt
Wochenlang kein Wort gesprochen
Mich in fremden Armen verkrochen
Wärme und Lachen gefunden –
Und bin dann ganz plötzlich verschwunden

Nächte in Tränen und Tage im Stolz
Hab ’nen weichen Kern, bin aus hartem Holz
Früher war ich allein, heute will ich es sein
Hab ein Messer im Schuh
Und mein Herz bleibt zu.

Musik & Text © Karan 2003

Bühnenversion Singvøgel:
Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Gesang

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