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Schwanenritter


 

Auf Wiedersehen, Wirklichkeit
Ich mag nicht länger bei dir bleiben
Du bietest mir nur Herzensleid
Und Regentropfen an den Scheiben
Ich zieh jetzt fort in meinen Mai
Der überstrahlt deinen November
Im Rausch trag ich ein Flügelkleid
Entkomme aller Herren Länder

So fiel ich durch das schwarze All
Vorbei an Sternen ohne Ende
In unermesslich freiem Fall
Dem Schwanenritter in die Hände
An einem langen weißen Strand
Dort haben sie mich aufgelesen
Sie waren weder Frau noch Mann
Und ich das einz´ge Fabelwesen

Hier bleib ich, hier gefällt´s mir gut
Hier habt ihr meine Glieder
Hier meinen Geist und hier mein Blut
Gebt mir nur Wind unters Gefieder
Da kam ein Sturm, der hob mich hoch
Ich sah in schwarze Schwanenaugen
Und eine Stimme raunte rau:
“Na klar, das könnte dir so taugen!”

Der Schwanenritter warf mich raus:
“Du geh zurück zu deinen Menschen!”
Er fragte nicht, ob´s mir da graust
Er fragte nicht nach meinen Wünschen
Ich flehte, bettelte - ich schrie:
“Daheim verachtet mich doch jeder!”
Er sagte: “Nütze, was dir blieb.”
Und hinterließ mir eine Feder

Den ganzen langen schwarzen Weg
Flog ich zurück auf einer Träne
Die Regentropfen neben mir
Spielten Sternschnuppe und Fontäne
Wir strömten prasselnd in den Dreck
Wir klatschten an die Fensterscheiben
Wenn wir auftraten, lief man weg
Wo wir waren, wollte keiner bleiben

Wir sind die Tropfen aus dem Meer
Wir fallen von den Wolkenrändern
Du Wirklichkeit - ja, da schau her:
Ich bin gekommen, dich zu ändern

Musik & Text © Duke Meyer 2009

Bühnenversion Singvøgel: Gesang, Bass, Schlagzeug, E-Gitarre

Ein Kommentar zu “Schwanenritter”

  1. Nachtfalke sagt:

    Wow… das triffts genau!

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