Was macht die Ziege mit dem Bock


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Was ist so hypnotisch
Was bringt hoch
Was tut gut
Was ist die Sucht und die Wucht
Was ist wichtig

Was macht Spaß
Was ist das
Für eine monotone Kraft
Was bringt den Arsch in Bewegung
Was ist richtig

Nicht die Melodie
Nicht die Harmonie
Nicht der Text
Nicht das Lied
Nicht die Show
Nur der Rhythmus

Was gehört noch dazu
Immerzu dazu
Ohne was geht die Tür nicht zu
Genauer gesagt: auf
Aber das reimt sich grad nicht drauf

Also hör zu
Was gehört nun dazu
Unabdingbar dazu
Immerzu dazu
Zum Takt des Tages
Zur Neige der Nacht
Was ist die Macht

Was bewegt das Blut
Was macht die Hölle heiß
Den Himmel blau
Die Augen groß
Das Leben gut
Was macht aus dummen Fressen
Frohe Mienen

Was gehört dazu
Was hält die Hoffnung auf den Schienen
Was ist die Droge, der wir dienen
Was läßt die Männer prahlen
Mit Heldentaten oder Lügen

Was hängt den Himmel
Auch den grauen trüben
Voller Violinen
Was läßt die Weiber strahlen
Wie ungespritzte Apfelsinen

Was ist der Zauber im Saft der Leidenschaft
Was wollen alle kriegen
Was läßt sich niemals nicht besiegen
Was ist die Macht
Was ist die Kraft
Der wir erliegen

Gib mir ein L
Gib mir ein I
Und wenn du schreiben kannst, ein E
Das runde ab mit einem B
Und was kommt dann
Du weißt es: E

Also los, leg los, heb ab, gib Galopp
Komm her, sag mir
Was macht die Ziege mit dem Bock

Ich weiß genau, warum ich diesen Vergleich wähle
Und von Viechern anstatt von Bienchen und Blümchen rede
Denn der Mensch ist ein Vieh
Das nie weiß, wie ihm geschieht
Wenn er geboren wird
Wenn er gestorben wird
Oder wenn er sich verliebt

Dann sind Prinzipien, auf die man vorher schwört
Plötzlich ihr verdammtes Papier nicht mehr wert
Denn du willst nach da, aber gehst nach dort
Und wo immer du stehst, du wünscht dich fort

Und die Flamme, die brennt und frißt und nagt
Und was bis gestern galt
Wird bis auf Weiteres vertagt
Ja, die Krise im Hirn wird vom Hirn vertagt

Und es funktioniert nicht über Telefon
Dich erfaßt die Urform der Kommunikation
Die primäre Primatenform der Konversation
„direct access“ bis zum Exzeß
Der Aug-in-Aug- und Haut-an-Haut-Kontakt
Und egal, welche Kultur dich verpackt:
Unter allen Kleidern bleibst du immer nackt

Und du weißt, was geschieht
Wenn dein Herz tollschockt
Und zerreißt
Du schmeißt den Verstand über Bord
Und dein Wunsch hat Macht
Und dein Mund kein Wort

Und dein Herz singt die Hymne
Die den Schmerz übertönt
Und deinen glasigen Blick bis zur Blödheit schönt
Also stimm mit ein
Laß dich ein auf die Pein der süßen Verheißung
Du bist nicht allein
Dein Ich will ein Du
Find‘ vorher keine Ruh‘
Unglücklich wird, wer’s findet
Besser dran ist, wer’s noch sucht

Also los, leg los, heb ab, gib Galopp
Komm her, sag mir
Was macht die Ziege mit dem Bock

Was macht die Katze mit dem Kater
Was macht Frau Greifin mit dem Adler
Was macht Herr Erpel mit der Ente
Was macht die Göttin mit dem Gott

Was treibt die Sau zum nächsten Eber
Was hätt‘ so gut wie gerne jeder
Was bringt den Himmel heim zur Erde
Was macht die Kröte mit dem Frosch

Weswegen sing ich von Ekstase
Was bringt die Blumen in die Vase
Weswegen kommt der Osterhase
Was macht die Ziege mit dem Bock

Was macht die Dame da mit Vater
Was bringt Zweibeiner ins Theater
Was macht der hübsche Kerl bei meiner Mama
Was macht die Ziege mit dem Bock

Was hält die Industrie am Laufen
Was funktioniert auch ohne sie
Was läßt sich trotz allem nicht kaufen
Was ist, was es ist (frei nach Erich Fried)
Und was es immer blieb

Also leg los, heb ab
Und sei unbesorgt
Ob du’s ergreifst, begreifst oder versäumst
Das was du brauchst
Von was du träumst
Das macht die Göttin mit dem Gott

Und daß du’s selber auch tun darfst
Ob sanft, ob hart, ob süß, ob scharf
Das zeigen Ziege dir und Bock
Oder Ziege mit Ziege und Bock mit Bock
Das geht genauso
Macht alles Bock

Nur, daß wir uns hier nicht mißverstinken:
Mit Sex allein will ich hier gar nicht winken
Die Lust ist nur der Seele Fenster
Natürlich geht’s nicht ohne Leib
Denn ohne den wären wir Gespenster

Kurzlebiges Geschenk der Schöpfung
Auch immer wieder Grund zur Feier

Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit
Sie hörten die Singvøgel
Ins Klavier blies Karan
Gerockt und betrommelt von Sven Scholz
Moduliert von Duke Meyer
Abschließen möchten wir dieses kleine Referat
Mit unserem ganz persönlichen kategorischen Imperativ:
Sing! Vögel!

Also los, leg los!

 

Musik & Text © Duke Meyer 2002

Bühnenversion Singvøgel: E-Bass, Schlagzeug, Melodika, Gesang

CD Duke Meyer – „Eibensang“

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