Kaltes Land


Als ich damals fortging
War ich noch nicht gebrannt
Wollte Feuer fangen
In meiner hohlen Hand
Viele heiße Jahre lang
Bis mein Herz zersprang
Und ich mich plötzlich wiederfand
In diesem kalten Land

Geld regiert das Leben
Und Angst regiert die Welt
Schweigen wird vergoldet
Wer übrig bleibt, der fällt.
Spiele des Vergessens
Brot vom Supermarkt
Ich hab’s viel zu oft gefressen
Und schon lang nichts mehr gewagt

Will ich wieder fortgehn
So weiß ich nicht, wohin
Will ich lieber bleiben
Frag ich nicht mehr nach dem Sinn.
Singe meine Lieder
An die harte Wand
Gegen die ich immer wieder
Mit dem Kopf gerannt.

Vor den leeren Stühlen
Sing ich meinen Traum.
Publikum klatscht Beifall
Jedem Fernsehclown.
Wer traut sich zu singen?
Wer traut sich zu schrei’n?
Und wer traut sich zuzuhören?
Welche Stimme stimmt mit ein?

Wenn ich von hier fortgeh
Leise, unerkannt
Trag ich etwas Asche
In meiner hohlen Hand
Darin glimmt ein Funke
Und er wird zum Brand
Ich hab das Feuer doch gefangen
Hier im kalten Land.

Musik & Text © Karan 2005

Bühnenversion Singvøgel: Gitarre, Schlagzeug, E-Bass, Gesang

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