Musikmesse 2008 6


18. März 2008, um 22:30 Uhr

Nachdem Sven und Karan im letzten Jahr schon jede Menge Spaß auf der Musikmesse hatten, haben wir Singvøgel uns natürlich ganz besonders gefreut, daß wir dank regioactive diesmal sogar dort auftreten konnten!

Die ganze Aktion war superprofessionell betreut: neben den munteren regioactive-Aktivisten, die ihrem Namen alle Ehre machten, war das Team vom VirusMusikRadio ebenso mit am Start wie der Fernsehsender Streetclip TV. Was dazu führte, daß wir nicht nur live auf der Messe zu hören waren, sondern auch im Radio und im TV. (Leider konnten wir das selber gar nicht angucken, weil wir uns zwei Tage lang in Frankfurt herumtrieben, aber wir bekommen Mitschnitte und sind schon sehr gespannt darauf).

Musikmesse 08 - regioactive.de-StandMarkus Biedermann alias Woweezowee von regioactive hat von unserem Auftritt ein paar feine Fotos gemacht, die es hier anzuschauen gibt.

Da wir ja bereits wußten, wie viel es zu sehen gibt, haben wir uns gleich von vorneherein zwei Tage Zeit genommen, aber wir haben auch diesmal wieder nur einen Bruchteil all dessen geschafft, was uns interessiert hat.

Da Karans Ohren bereits sachte beginnen, der familiären Neigung zur Schwerhörigkeit nachzugeben, hat sie sich endlich mal über In-Ear-Monitor-Systeme und Gehörschutz informiert. Das ist zwar leider nicht ganz billig, aber weil im Bausatz „Mensch“ leider nur ein Paar Ohren und keine Ersatzteile erhalten sind, wird es wohl doch zu dieser Investition kommen.

Eine zweite karansche Obsession ist schon seit einiger Zeit die Idee, Tasten auf die Bühne zu holen. Da möchte sie aber nicht nur ein paar Piano-Sounds, sondern schon ein wenig mehr Auswahl haben. Duke, Workstation-User der ersten Stunde und leidenschaftlicher Soundbastler, hatte zwar berechtigte Vorurteile gegen derlei Geräte, war aber selber überrascht, was die jüngsten Entwicklungen auf diesem Sektor können. Wir sind auf der Suche nach einer eierlegenden Wollmilchsau, die Karans Wunsch nach wohlklingenden Presets ebenso befriedigt wie Dukes Neigung, den Klängen ins Gedärm zu greifen und so lange an ihnen herumzuoperieren, bis sie ganz anders und viel besser tönen als ursprünglich. Die Firma Korg hat einige interessante Sachen im Angebot – leider ist, was gut klingt, auch schweineteuer.

Sven ist auch in diesem Jahr wieder selbsternannter Beta- (oder Alpha-?) Tester von 3drumsticks und probiert bei den nächsten Konzerten aus, wie sich „three of a perfect pair of drumsticks“ so machen, wenn sie hinten schwerer gewichtet sind.

Musikmesse 08 - im Becken-Himmel Musikmesse 08 - Sonor

Überhaupt, die Percussion-Halle. Dort herrschte ein infernalischer Lärm, der das Ausprobieren gerade der leiseren Sachen wie Ethno-Percussion und chinesischer Wölbbrettzithern sehr erschwerte, was uns aber nicht davon abhielt, vieles ausführlich anzugucken. Die Leckerchen aus der Paiste Signature Serie wurden natürlich wieder ausführlich erprobt – es steht zu erwarten, daß Svens Drumset noch um einige Becken reicher werden wird.
Bei Remo gibt es wunderschöne robuste Percussion-Instrumente, aber die schönste Session hatten wir am Stand der Firma Meinl, wo ein afrikanischer Trommler uns und andere Besucher zu einem improvisierten Ensemble vereinte. Solchermaßen erfrischt hatten wir dann wieder Schwung für die nächsten Entdeckungen.

Duke hat die erste davon bereits gestern erworben: ein lang ersehntes Wah-Wah-Pedal. Angesehen und ausprobiert hat er außerdem handgeschmiedete Edel-Gitarrenverstärker und eine E-Gitarre, die nicht nur baulich robust, sondern auch klanglich absolut flexibel ist, einer Meisterwerkstatt entstammt -und fast 3000 Euro kostet.

Eine Überraschung waren für uns die Studio-Mikrophone der Firma MXL, die wir gerne mal einem ausführlichen Praxis-Test unterziehen würden.

Und was uns ganz besonders freut: nach dem Debakel mit dem Preßwerk, das uns die Produktion der „drei“ in jeder Hinsicht erschwert hat, haben wir jetzt eine echte Alternative im Auge: die music support group bietet nicht nur CD-Pressungen, sondern noch etliche andere attraktive Angebote für Musiker, die wir genauer unter die Lupe nehmen möchten.
Ihr Messestand war sowieso ein Highlight, dort gab es nämlich koffeinhaltige Getränke in reicher Auswahl und hervorragender Qualität. Und die netten Damen und Herren hinter dem Tresen waren nicht etwa professionelle Baristas, obwohl sie die Kunst des Kaffeemachens perfekt beherrschten, sondern genau jene Leute, die eben für Preßwerk, Label, Vertrieb und dergleichen zuständig sind. Außerdem gab es auf der kleinen Bühne interessante Präsentationen, unter anderem eine Kurzvorstellung der Real-Balance-Singing Methode von Robin D., der sich gleich Karan als Demonstrationsobjekt auf die Bühne holte und bei ihr einige Groschen zum Purzeln brachte („Huch, ist das etwa schon meine Kopfstimme?“).

Richtig schön war auch, dass uns am Donnerstag wie letztes Jahr schon Volkmar begleitete und auch der „bembelkandidat“ sein Versprechen hielt und sich tatsächlich zu unserem kleinen Gig einfand.

Am Freitagabend hingen wir dann rechtschaffen erschöpft auf der Couch des regioactive-Standes. Sogar zum „Guitar Hero“-Spielen waren wir zu müde. Trotzdem waren wir einhellig der Meinung, daß zwei Tage viel zu kurz sind und daß wir uns im nächsten Jahr am liebsten noch viel länger auf der Musikmesse herumtreiben möchten…


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