Papier und Nelken


Ich schenk dir ein Gedicht
Aus Papier und Nelken
Doch du liest es nicht
Und es muß verwelken
Unter deinem Schuh
Hingeworfen und zertreten.
Ich seh schweigend zu
Hab mir selbst das Wort verbeten.

Ich schenk dir einen Blick
Voller Herzensschwere
Doch du schaust nicht zurück
Und ich blicke ins Leere.
Wär mein Herz doch leicht!
Längst schon wäre es entflogen.
Hätte ich dich erreicht,
Vielleicht wärst du mir gewogen.

Heute trag ich ein Kleid
Aus Papier und Nelken.
Heute ist dafür Zeit,
Morgen wird es verwelken.
Ich geh frei und nackt
Barfuß über lange Straßen.
Mein Herz schlägt mir den Takt,
Denn es hat mich nicht verlassen.

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